Der Weg zu sicheren Alternativen

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046-DE, General section

Substitution von Naphtalin, Ethybenzol, Naphta (schwer aromatische Anteile) und Titaniumdioxid enthaltendem Epoxidharz bei der Lackieren von Fahrzeugen.

Kurzfassung

Substitution einer Epoxidharz basierten Lackverbindung, die Karzinogene, endokrine Disruptoren, Neurotoxine und flüchtige organische Stoffe enthalten: Naphtalin, 1,2,4-Trimethylbenzol, Ethylbenzol, Naphta (schwer aromatische Anteile), Titaniumdioxid. Einführung von wasserbasierten Lackverbindungen in einer Reparatur-Werkstatt einer auf Buskarosserien spezialisierten Firma.

  1. Lösungsmittelnaphtha (Erdöl), schwere aromatische

    CAS-Nr. 64742-94-5 EC-Nr. 265-198-5 Index-Nr. 649-424-00-3
  2. Naphthalin

    CAS-Nr. 91-20-3 EC-Nr. 202-049-5 Index-Nr. 601-052-00-2
  3. 2-Methyl-1-propanol

    CAS-Nr. 78-83-1 EC-Nr. 201-148-0 Index-Nr. 603-108-00-1
  4. 1,2,4-Trimethylbenzol

    CAS-Nr. 95-63-6 EC-Nr. 202-436-9 Index-Nr. 601-043-00-3
  5. Ethylbenzol

    CAS-Nr. 100-41-4 EC-Nr. 202-849-4 Index-Nr. 601-023-00-4
  6. Xylol

    CAS-Nr. 1330-20-7 EC-Nr. 215-535-7 Index-Nr. 601-022-00-9
  7. Titandioxid

    CAS-Nr. 13463-67-7 EC-Nr. 236-675-5 Index-Nr. 
  8. 1-Methoxy-2-propanol

    CAS-Nr. 107-98-2 EC-Nr. 203-539-1 Index-Nr. 603-064-00-3
  9. 2-Butoxy-ethylacetat

    CAS-Nr. 112-07-2 EC-Nr. 203-933-3 Index-Nr. 607-038-00-2
  10. Zinkoxid

    CAS-Nr. 1314-13-2 EC-Nr. 215-222-5 Index-Nr. 030-013-00-7

Alternative Stoffe

  1. Ethanol

    CAS-Nr. 64-17-5 EC-Nr. 200-578-6 Index-Nr. 603-002-00-5
  2. Ammoniak, wässriger Lösung

    CAS-Nr. 1336-21-6 EC-Nr. 215-647-6 Index-Nr. 007-001-01-2

Andere Art von Alternative

Verlässlichkeit der Informationen

Beleg der Umsetzung: es ist belegt, dass die Lösung zur Zeit der Veröffentlichung umgesetzt und in Benutzung war


Gefährdungsbeurteilung

» Durchsuchen Sie die Datenbank der nach SUBSPORT-Kriterien gefährlichen Stoffe (SDSC)

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Beschreibung der Substitution

In diesem Fall substituierte eine Firma ein Epoxidharz in einer auf Buskarosserien spezialisierten Firma. Epoxidharz ist ein aushärtbares Polymer, das in gedruckten Schichten als Korrosionsschutz und zur Verbesserung der Haftung von Farbe verwendet wird. Die beschriebenen Erfahrungen umfassen besonders Harze, die mehrere für den Menschen gesundheitsschädliche Stoffe enthalten und ein signifikantes berufliches Risiko bedeuten. Die regionale Gewerkschaftsabteilung für Gesundheit und Sicherheit in Aragon (Spanien) verlangte das Sicherheitsdatenblatt des Produkts und stellte fest, dass es Naphtalin (karzinogen, endokriner Disruptor, neurotoxisch, sehr giftig für Gewässer) enthielt. Während der Fertigung von Bussen können Karosserien zerkratzt oder eingedellt werden. Diese Mängel werden vor der Lackierung repariert. Die Lackierung der Busse erfolgt in einem geschlossenen Bereich mit Abzug und den erforderlichen Filtern. Bei Reparaturen, die nach der Lackierung ausgeführt werden, erfolgt die Neulackierung allerding ausserhalb dieses geschlossenen Bereichs, mit einer Farbspritze in der Werkstatt des Betriebs. Bei diesem Prozess wurde das Epoxidharz verwendet. Die Veränderung bestand in der Substitution eines Epoxidharzlackgemisches (das zum Oxidationsschutz der Karosserien verwendet wurde) gegen ein wasserbasiertes Produkt der IDROSTAR – Serie (sehr ähnlich zu derjenigen, die in Reparaturwerkstätten verwendet wird). Der auf Ethanol und Ammonium basierende Substitut ist weniger toxisch (es wird zur Abdeckung von Metallkarosserien nach der Reparatur von kleinen Beulen verwendet) und bedarf keiner elektrischen Lackierung. Das Ziel der Gesundheits- und Sicherheitsabteilung der regionalen Gewerkschaft ist es, diesen erfolgreichen Substitutionsvorgang zu benutzen, um weitere Substitutionen vonLösungsmittel und Farben, die zur Zeit in der Firma verwendet werden, zu fördern.

Vorteil

Die Maßname verursacht dem Unternehmen nahezu keine Kosten und verändert den Produktionsprozess nicht.

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Bewertung des Falls/der Substitution

Das Alternativprodukt enthält Ethanol. Dieser Stoff ist als karzinogen, mutagen
und fortpflanzungsgefährdend eingestuft, wenn er in alkoholischen Getränken enthalten ist, und würde deshalb nicht die SUBSPORT- Kriterien für empfohlene alternative Stoffe erfüllen. In diesem besonderen Fall stellt er allerdings keinerlei Gesundheitsrisiko dar.
Das Alternativprodukt enthält außerdem Ammonium, das sehr toxisch für
Wasserorganismen ist. Die Arbeitsrisiken wurden durch die Substitution
erheblich vermindert, da der substituierte Stoff Karzinogene,
endokrine Disruptoren und hochgefährliche neurotoxische Stoffe enthielt.

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Andere Lösungen

Weitere Informationen

In weiteren Sprachen verfügbar

Spanisch


Informationsquelle

Art der Informationsquelle
Anwender

Kontakt 

Miguel Angel Biel

CCOO Aragón

mabiel@aragon.ccoo.es

Tlf. (+34) 976483276


Publikationsquelle

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Kommentare von SUBSPORT Nutzern

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Veröffentlichung oder letzte Aktualisierung: 31.05.2012

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